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Fleisch grillen mit dem Gasgrill

Schickling GasgrillsGegrilltes Fleisch, Fisch und Gemüse schmeckt den Meisten sehr gut. Wer den richtigen Grill bei sich Zuhause stehen hat, der braucht seine Grilllust nicht vom Wetter hemmen lassen. Neben dem typischen Holzkohlegrill greifen viele Grill-Liebhaber auch zum Gasgrill, ganz nach der Kunst des American Barbecue. Bevor nun auf die Vorteile und Nachteile eingegangen wird, die ein Gasgrill zu bieten hat, wird erst einmal geklärt, wie sich Fleisch am besten mit dem Gasgrill zubereiten lässt.

Art und Weise des Grillens – drei Varianten

Fleisch grillen mit dem GasgrillWer auf einen typisch amerikanischen Gasgrill setzt, stößt auf Modelle mit einer zu schließenden Abdeckhaube und einer kleinen Temperaturanzeige. Hier können Sie von drei Grillvarianten profitieren – dem indirekten und dem direkten Grillen, sowie einer Kombination beider. Wie dies im Detail aussehen kann, lesen Sie nun.

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Variante 1: Indirekt Grillen

Bei der indirekten Grillmethode brauchen Sie einen Gasgrill mit Abdeckhaube und einem integrierten Grillthermometer. Das erlaubt es Ihnen besser die Hitze im Garraum zu verteilen bzw. verschiedene Temperaturzonen zu kreieren. Nachdem Sie das übliche Vorheizen des Grills beendet haben, legen Sie das Fleisch auf. Dabei wird es so positioniert, dass eine direkte Berührung mit den Flammen ausgeschlossen ist.

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Sofern Sie einen zweiflammigen Gasgrill besitzen, sollten Sie nur einen Brenner einschalten bzw. den zweiten Brenner ausschalten, sobald Sie das Fleisch auflegen. Das Fleisch legen Sie dann auf die Seite des ausgeschalteten Brenners. Anschließend muss für einen guten Garvorgang die Abdeckhaube geschlossen werden. Sollte Ihr Grill mehr Flammen besitzen, wird empfohlen die mittleren Brenner komplett aus- und die äußeren Brenner runterzuschalten. Am Ende sollte im Garraum eine Temperatur zwischen 160° und 200 °C vorherrschen.

Was passiert im Inneren des Grills?

Haben Sie die entsprechende Anzahl an Flammen eingestellt und die Temperatur erreicht, erfolgt bei geschlossener Abdeckhaube eine Zirkulation des Luftstroms. Dieser wird vergleichsweise auch bei einem Backofen mit Umluft erzielt. Das Fleisch brennt nicht an, da es nicht auf einer Flamme gart und muss demnach nicht gewendet werden, um ein Anbrennen zu verhindern. Außerdem erweist sich diese Garmethode als sehr schonend.

Tipp: Mit dieser Methode können Sie hervorragend dicke Fleischstücke und Braten zubereiten.

Variante 2: Direkt Grillen

Bei dieser Methode kommt es auf eine direkte Übertragung der Hitze auf das Grillgut an. Die Hitze wird hier recht hoch bei 220° bis 330°C gehalten und nicht zwingend herunter gedrosselt. Wird das Fleisch bei hohen Temperaturen aufgelegt verschließen sich in einem kurzen Zeitraum die Poren des Fleisches. Ähnliche erfolgt das Prinzip des scharfen Anbratens in der Pfanne. Das hat den Vorteil, dass dieses im Inneren schön saftig bleibt, sofern es nicht zu lange auf dem Grill verweilt.

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Sollten Sie das aufgelegte Fleisch nach einigen Minuten wenden wollen, greifen Sie besser zur Grillzange. Diese dringt nicht wie eine Gabel ins Fleisch ein und sorgt damit nicht für ein ungebetenes Austreten des Fleischsaftes.

Tipp: Diese Zubereitungsmethode eignet sich gut für kurze Garzeiten, wie sie bei Koteletts und Steaks vorherrschen.

Wann muss ich das Fleisch wenden?

Dies ist abhängig, wie blutig bzw. wie saftig Sie Ihr Steak oder Kotelett bevorzugen. Im Normalfall wird das Fleisch nach rund vier bis fünf Minuten gewendet. So ist es von beiden Seiten außen schön kross. Es ist ausreichend das Fleisch auch nur einmal zu Wenden.

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob der ideale Zeitpunkt zum Wenden schon gekommen ist, beobachten Sie die Oberfläche des Fleisches. Sollte der Fleischsaft bereits aus den oberen Poren austreten, bedeutet dies, dass sich auf der Unterseite die Poren bereits geschlossen haben. Wer es gern saftig und blutig mag, darf jetzt sein Steak wenden. Mögen Sie es doch lieber „Well-done“, dann warten Sie noch eine Minute.

Variante 3: Direkt und indirekt miteinander kombinieren

Für besonders feine Grillspezialitäten können Sie die beiden Varianten auch sehr gut miteinander kombinieren. Dies bietet sich beim Zubereiten saftiger Braten an. Durch das direkte Grillen mit hoher Hitze braten Sie das Fleisch in kurzer Zeit knusprig an und sorgen so dafür, dass der Fleischsaft im Inneren bleibt.

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Im Anschluss drosseln Sie die Temperatur herunter und sorgen durch das Abstellen der Brenner, wie oben beschrieben, für eine gute Luftzirkulation und ein sanftes Garen des Bratens. Eine schöne Kruste erreichen Sie übrigens durch gelegentliches Bestreichen der Bratenoberfläche mit speziellen Marinaden, Tunken oder Öl.

Weitere Tipps & Tricks zum richtigen Grillen auf dem Gasgrill

Das Hauptprinzip und die verschiedenen Methoden der Fleischzubereitung im Gasgrill sind eine gute Basis, um leckeres Grillfleisch zuzubereiten und den gedeckten Tisch zu bereichern. Durch die Abdeckung spielt das Wetter nahezu auch keine weitere Rolle. Es gibt jedoch noch weitere feine Tipps und Tricks, wie Sie die Grillqualität und den Geschmack sowie die Handhabung weiter steigern können.

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Einige dieser Tipps und Tricks sind nachfolgend zusammengefasst:

  • Die richtige Dicke der Steaks: Für saftiges Fleisch, greifen Sie nach Steaks mit einer Dicke von zwei bis drei Zentimetern.
  • Den Gasgrill vorheizen: Dies sollte immer im Vorfeld geschehen. In der Regel braucht ein Gasgrill um die 10 Minuten zum Erreichen der Temperatur.
  • Einfetten: Benutzen Sie zum einfetten des Grillrostes hitzestabiles Öl, wie Sonnenblumenöl oder Rapsöl.
  • Richtiges Salzen: Um ein Austrocknen des Fleisches zu verhindern, entweder eine knappe halbe Stunde vorher das Fleisch salzen, oder nachdem Sie es vom Rost geholt haben
  • Vor dem Grillen Fleisch säubern und abtupfen: Der Grillvorgang ist dadurch schneller und die Hitze kann direkt ins Grillgut übergehen. Sie musst nicht erst das überschüssige Wasser verdampfen.
  • Fleisch einfetten: Kurz vor dem Auflegen, können Sie das Fleisch mit einem Pinsel einfetten. Dadurch erhalten Sie die typischen Grillstreifen.
  • Richtig Warmhalten: Möchten Sie das Fleisch warmhalten, dann verpacken Sie es nach dem Grillen in Alufolie. Sollte das Fleisch im Grill verbleiben wird es schnell trocken.
  • Burger-Patties richtig grillen: Formen Sie eine kleine Mulde mittig in die rohen Patties. Diese werden schön flach, wenn sie sich leicht nach oben wölben. Drücken Sie das Fleisch beim wenden nicht Platt, sonst trocknet es schnell aus und wird zäh.
  • Beliebte Hilfsmittel: Ein Fleischthermometer gibt Ihnen die optimale Kontrolle und die Steakchamp, eine Nadel, die im Fleisch steckt, zeigt Ihnen an, wann das Fleisch gar ist.
  • Mehr Aromen: Verpassen Sie dem Fleisch leckere Aromen, durch Marinaden, eine Aromaplanke aus Zedernholz, eine Himalaya-Salzplatte oder Kräutern in der Aluschale mit etwas Wasser

Die Vorteile und Nachteile des Gasgrills

Im Vergleich zu anderen Grillmethoden kommt der Gasgrill ebenfalls mit bestimmten Vor- und Nachteilen. Um welche es sich dabei handelt, zeigt die nachfolgende Tabelle.

Vorteile Nachteile
  • kurze Aufheizzeit, steht nur nach wenigen Minuten zur Verfügung
  • aufrüsten des Grills möglich
  • zusätzliches Aroma mit Holzchips und Zubehör möglich
  • Temperatur regulierbar
  • einfache Reinigung
  • weniger krebserregende Stoffe entstehen
  • hohe Anschaffungskosten (ab 200 Euro)
  • groß und unflexibel – nicht für spontane Ausflüge und Reisen gedacht

Bildnachweise: Adobe Stock / beats_, Amazon/ Schickling

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